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Medizinische Universität Graz
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Bibliografische Informationen
Titel
Fasten - eine Literaturübersicht
Kurzfassung
Fasten, und im Speziellen das intermittierende Fasten, stehen in den letzten Jahren zunehmend im Fokus der wissenschaftlichen Forschung, da ihnen potenziell günstige Effekte auf metabolische, kardiovaskuläre und entzündliche Parameter zugeschrieben werden. Ziel dieser Arbeit war es, einen Überblick über die physiologischen Grundlagen, gesundheitlichen Effekte sowie möglichen Risiken verschiedener Fastenformen zu schaffen. Der Fokus lag dabei auf intermittierendem Fasten, Time-Restricted Eating, Alternate-Day-Fasting und Fasting-Mimicking Diet.
Im Rahmen einer narrativen Literaturübersicht wurden unter anderem relevante Originalarbeiten, randomisiert kontrollierte Studien sowie Übersichtsarbeiten, die sich mit dem Thema beschäftigen, verwendet. Die ausgewertete Literatur zeigt, dass Fastenformen zu einer Umstellung des Energiestoffwechsels führen können und somit zu reduzierten Insulin- und Glukosespiegeln, vermehrter Ketonkörperbildung und Aktivierung der Autophagie. Die metabolischen Anpassungen stehen im Zusammenhang mit einer verbesserten Insulinsensitivität, Gewichtsreduktion und einer Reduktion kardiovaskulärer Risikofaktoren.
Klinische Studien deuten darauf hin, dass intermittierendes Fasten zu einer signifikanten Gewichtsabnahme führen kann, wobei die Effekte vergleichbar sind mit jenen einer kontinuierlichen Kalorienrestriktion. Zudem zeigen sich positive Auswirkungen auf Blutzuckerparameter, insbesondere bei Personen mit Typ-2-Diabetes, sowie Verbesserungen von Blutdruck und Lipidparametern.
Erste Daten lassen vermuten, dass Fasten auch entzündungshemmende Effekte zeigen könnte, weiters liegen Hinweise auf mögliche Effekte von Fasteninterventionen im Zusammenhang mit malignen Erkrankungen vor, zum Beispiel in Kombination mit onkologischen Therapien.
Darüber hinaus werden neuroprotektive Effekte beschrieben.
Trotz der vielversprechenden Ergebnisse ist die Evidenzlage heterogen.
Viele Studien weisen eine begrenzte Stichprobengröße oder eine kurze Interventionsdauer auf.
Ein weiteres Problem stellen potenzielle Risiken dar, insbesondere bei meist vulnerablen Gruppen von Patient*innen. Fasteninterventionen beziehungsweise entsprechende Studien müssen daher individuell angepasst und gegebenenfalls ärztlich begleitet werden, was ihre Durchführung zusätzlich erschwert.
Zusammenfassend stellt Fasten eine potenziell vielversprechende ernährungstherapeutische Strategie dar, deren langfristige Wirksamkeit und Sicherheit jedoch weiterer klinischer Studien bedarf.
Schlagwörter
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Starchl, Susanne
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Universitätsklinik für Innere Medizin
Studium
UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Amrein, Karin; Priv.-Doz. Dr.med.univ. MSc
Mitbetreuer*in (intern)
Fahrleitner-Pammer, Astrid; Univ.-Prof. Univ. FÄ Priv.-Doz. Dr.
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