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Medizinische Universität Graz    

Meine Abschlussarbeiten - Publikationen

Diplomarbeit - Detailansicht

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Bibliografische Informationen
 Spinalanalgesie unter der Geburt: Eine systematische Übersichtsarbeit über intrathekale Wirkstoffkombinationen und Dosierungen bei der vaginalen Entbindung Bewertung der Wirksamkeit und des Sicherheitsprofils im Hinblick auf optimale Outcomes für Mutter und Neugeborenes  
 Hintergrund und Zielsetzung: Die intrapartale Schmerztherapie bei vaginaler

Geburt nimmt einen wichtigen Stellenwert in der geburtshilflichanästhesiologischen Versorgung ein und trägt wesentlich dazu bei die maternale

Stressreaktion zu reduzieren und damit maternalen und neonatalen Outcomes zu

verbessern. Gegenwärtig stehen unterschiedliche Verfahren zur intrapartalen

Schmerztherapie zur Verfügung, die von nicht-pharmakologischen

unterstützenden Maßnahmen und systemischer intravenöser Analgesie bis hin zu

neuraxialen Verfahren wie Epidural- und Spinalanalgesie reichen. Diese Methoden

unterscheiden sich hinsichtlich Wirkeintritt, Analgesiequalität, Nebenwirkungsprofil

und praktischer Anwendbarkeit. Die Spinalanalgesie zeichnet sich insbesondere

durch ihren raschen Wirkeintritt und eine effektive Schmerzreduktion aus, wird

jedoch derzeit nicht routinemäßig als Standardverfahren in der geburtshilflichen

Analgesie eingesetzt. Gründe dafür sind unter anderem die ausgeprägte

Variabilität der verwendeten intrathekalen Wirkstoffkombinationen und

Dosierungen mit entsprechenden Unterschieden hinsichtlich Analgesiedauer,

Analgesiequalität und Nebenwirkungsprofil sowie die bislang begrenzte klinische

Erfahrung mit ihrem Einsatz während der vaginalen Entbindung. Ziel dieser

systematischen Übersichtsarbeit war daher der Vergleich unterschiedlicher

intrathekaler Medikamentenregime hinsichtlich analgetischer Wirksamkeit,

Wirkdauer und unerwünschter Wirkungen, um potenziell vorteilhafte

Kombinationen für die Spinalanalgesie zu identifizieren.



Methodik: Diese systematische Übersichtsarbeit untersucht intrathekale

Medikamentenregime zur Spinalanalgesie während der vaginalen Entbindung. Es

wurde eine systematische Literaturrecherche in mehreren elektronischen

Datenbanken durchgeführt, gefolgt von einem detaillierten Screening- und

Studienauswahlverfahren. Es wurden prospektive kontrollierte Studien

miteinbezogen, die eine Spinalanalgesie bei vaginaler Entbindung untersuchten.

Eine Risikobewertung der eingeschlossenen Studien erfolgte mittels des

Cochrane RoB2-Tools. Aufgrund ausgeprägter Heterogenität zwischen den

Studien wurden die Ergebnisse deskriptiv analysiert. Zu den primären Endpunkten zählten die analgetische Wirksamkeit, der Wirkeintritt und die Wirkungsdauer der

Analgesie, während sekundäre Endpunkte mütterliche und kindliche

Nebenwirkungen umfassten.



Ergebnisse: In den 73 eingeschlossenen Studien konnte eine erhebliche

Heterogenität hinsichtlich der verwendeten intrathekalen Wirkstoffkombinationen

und Dosierungen festgestellt werden. Dennoch zeigten die meisten Interventionen

unabhängig vom jeweiligen Behandlungsschema eine deutliche Reduktion der

Schmerzwerte. Die angegebene Dauer der Schmerzlinderung variierte erheblich

zwischen den Studien und lag zumeist zwischen 90 und 150 Minuten. Insgesamt

traten vergleichsweise wenig Nebenwirkungen auf und die Studien zeigten

günstige neonatale Outcomes.



Schlussfolgerung: Die Spinalanalgesie scheint eine schnelle und wirksame

Linderung der Wehenschmerzen zu bieten und weist insgesamt ein akzeptables

Sicherheitsprofil für Mütter und Neugeborene auf. Die Wirkdauer der Analgesie

zeigt sich jedoch begrenzt. Die gängigsten Kombinationen bestehen aus niedrig

dosierten Lokalanästhetika und Opioiden, gelegentlich ergänzt durch zusätzliche

Adjuvantien. Zu den wesentlichen Einschränkungen dieser Technik zählen das

Fehlen einer Möglichkeit zur Nachdosierung über einen Katheter sowie die

potentiellen Herausforderungen in Fällen, in denen eine Umstellung auf einen

Kaiserschnitt erforderlich ist. Es sind weitere standardisierte Vergleichsstudien

erforderlich, um optimale intrathekale Schemata für die Spinalanalgesie unter

vaginaler Entbindung besser zu definieren.  
 Spinalanalgesie; Intrathekale Analgesie; Wehenanalgesie; Vaginale Entbindung; Wirkstoffkombinationen; Geburtsanalgesie; Systematische Übersichtsarbeit  
 
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Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Scharf, Anna-Maria
Betreuende Einrichtung / Studium
  Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin
 UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Bornemann-Cimenti, Helmar; Research Prof. PD Dr.med.univ.et scient.med. MBA MSc EDPM
  Auinger, Daniel; Univ. FA Dr.med.univ. Dr.scient.med.