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Medizinische Universität Graz
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Deutsch
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Bibliografische Informationen
Titel
Vergleich von Spüllösungen (NaOCl, EDTA, CHX, MTAD u. a.) und Aktivierungsmethoden (ultraschall-, schall- und laserunterstützt) in der Endodontie - Eine Literaturübersicht
Kurzfassung
Abstract (Deutsch)
Hintergrund:
Die chemomechanische Aufbereitung des Wurzelkanalsystems stellt einen entscheidenden Erfolgsfaktor in der Endodontie dar. Unterschiedliche Spüllösungen sowie deren Aktivierungsmethoden zeigen variierende Wirksamkeiten hinsichtlich der bakteriellen Eliminierung und der Entfernung von Geweberesten.
Zielsetzung:
Diese Literaturübersicht analysiert systematisch die Effektivität verschiedener endodontischer Spüllösungen (NaOCl, EDTA, CHX, MTAD) sowie von Aktivierungsmethoden (ultraschall-, schall- und laserunterstützt) auf Grundlage von Studien aus dem Zeitraum 2015–2025.
Material und Methoden:
Es wurde eine systematische Literaturrecherche in den Datenbanken PubMed, Cochrane Library, Web of Science und Embase durchgeführt. Die Einschlusskriterien umfassten In-vitro-, Ex-vivo- und klinische Studien zur antimikrobiellen Wirksamkeit endodontischer Spüllösungen. Die Qualitätsbewertung erfolgte mithilfe des GRADE-Systems.
Ergebnisse:
Insgesamt wurden 52 Studien eingeschlossen. Natriumhypochlorit (1–6 %) zeigte die höchste antimikrobielle Wirksamkeit, wies jedoch eine konzentrationsabhängige Zytotoxizität auf. EDTA (17 %) erwies sich als am effektivsten für die Entfernung der Schmierschicht. Chlorhexidin (0,2–2 %) zeigte eine ausgezeichnete Substantivität. Die passive ultraschallgestützte Spülung (PUI) verbesserte signifikant die Penetration aller Spüllösungen (+2,1 log10-CFU-Reduktion). Laserunterstützte Systeme (PIPS, SWEEPS) zeigten vergleichbare Ergebnisse (+2,4 log10-CFU-Reduktion).
Diskussion:
Die Kombination verschiedener Spüllösungen mit Aktivierungsmethoden optimiert endodontische Behandlungsergebnisse. Natriumhypochlorit bleibt die Grundlage der Desinfektion und wird durch EDTA zur Schmierschichtentfernung ergänzt. Aktivierungsmethoden verbessern die physikochemischen Eigenschaften der Spüllösungen.
Schlussfolgerung:
Ein multimodaler Ansatz mit sequenziell eingesetzten Spüllösungen und physikalischer Aktivierung zeigt die höchste klinische Wirksamkeit. Niedrigere NaOCl-Konzentrationen in Kombination mit Aktivierungsmethoden erreichen eine vergleichbare antimikrobielle Effektivität bei reduzierter Toxizität.
Schlagwörter
Endodontie; Wurzelkanalspülung; chemomechanische Aufbereitung; Natriumhypochlorit (NaOCl); Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA); Chlorhexidin (CHX); MTAD; endodontische Spüllösungen; passive ultraschallgestützte Spülung (PUI); schallgestützte Aktivierung; laserunterstützte Spülung; photonisch induziertes photoakustisches Streaming (PIPS); SWEEPS; antimikrobielle Wirksamkeit; Biofilmentfernung; Entfernung der Schmierschicht; Gewebeauflösung; Zytotoxizität; Substantivität; therapeutischer Index; Aktivierungsmethoden von Spüllösungen; evidenzbasierte Endodontie; systematische Literaturübersicht; PRISMA; GRADE-System
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Momtaz, Sama
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Medizinische Universität Graz
Studium
UO 996 203 Studium für die Gleichwertigkeit; Zahnmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Kirnbauer, Barbara; Univ. OÄ Priv.-Doz. Dr.scient.med. Dr.med.dent.
Mitbetreuer*in (extern)
Hofer, Christoph; Dr.med.dent. MSc
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