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Medizinische Universität Graz
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Betreute Abschlussarbeiten
Sprachversion
Deutsch
Englisch (Sprache des Volltextes)
Bibliografische Informationen
Titel
Prävalenz von intraossären Calcaneuslipomen mittels MRT-Diagnostik.
Kurzfassung
Hintergrund
Intraossäre Lipome stellen seltene Tumoren dar und machen etwa 2,5 % aller Knochentumoren aus. In Studien mit der größten untersuchten Population lag der Anteil der intraossären Calcaneuslipome im Verhältnis zur Gesamtzahl der intraossären Lipome zwischen 27,5 % und 32 %. Bis zu 40,1 % der intraossären Calcaneuslipome sind asymptomatisch und werden zufällig entdeckt. Die Prävalenz intraossärer Calcaneuslipome ist bisher unklar. Ziel dieser Studie war es, Daten zur Prävalenz intraossärer Calcaneuslipome zu erheben und mögliche Risikofaktoren in Bezug auf Alter, Geschlecht und Lokalisation zu identifizieren.
Methoden
In dieser retrospektiven Beobachtungsstudie wurden 18.373 MRT-Scans des linken (n = 8.458) und rechten Fußes/Sprunggelenks (n = 9.915) von insgesamt 15.348 Patient*innen (50 % männlich, n = 7.680; 50 % weiblich, n = 7.668), durchgeführt zwischen dem 01.01.2014 und 12.11.2024 an einem einzelnen radiologischen Institut in Österreich, analysiert. Doppel- oder Mehrfachuntersuchungen pro Patient wurden ausgeschlossen (n = 3.025), davon 838 auf der linken Seite und 2.187 auf der rechten Seite.
Ergebnisse
Bei 46 Patient*innen wurde ein Calcaneuslipom diagnostiziert, darunter 12 Frauen (26,1 %) und 34 Männer (73,9 %), mit einem medianen Alter von 42,5 Jahren (IQR 28,3–52,3). In 21 von 45 Fällen (46,7 %) wurde die Läsion zufällig entdeckt. Milgram-Stadium 2 war am häufigsten (22 Patienten; 47,8 %), gefolgt von Stadium 1 (20 Patienten; 43,5 %) und Stadium 3 (4 Patienten; 8,7 %). Die mediane Tumorgröße betrug 2,5 cm (IQR 1,5–3,0), wobei Tumoren bei Männern signifikant größer waren als bei Frauen (2,5 cm [IQR 1,9–3,2] vs. 1,8 cm [IQR 1,2–2,3]; p = 0,030). Alle Läsionen waren unilateral und im Ward’schen Dreieck lokalisiert. Die Gesamtprävalenz über den gesamten Untersuchungszeitraum betrug 0,30 %. Über die Jahre hinweg wurden keine signifikanten Unterschiede festgestellt (p = 0,310). Männer waren häufiger betroffen mit einer Prävalenz von 0,44 % im Vergleich zu 0,16 % bei Frauen (p = 0,001).
Schlussfolgerung
Diese Studie umfasst die bisher größte Population zur Prävalenz intraossärer Calcaneuslipome. Die Prävalenz über einen Zeitraum von fast 11 Jahren betrug 0,30 % und basiert auf MRT-Scans von insgesamt 15.348 Patient*innen. Das männliche Geschlecht scheint häufiger betroffen zu sein als das weibliche.
Schlagwörter
Anzahl Seiten
Publikationsjahr
–
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
Autor*in
Autor*in
Jünemann, Max
Betreuende Einrichtung / Studium
Betreuende Organisation
Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie
Studium
UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
Betreuer*in (intern)
Smolle, Maria Anna; Univ. FÄ Priv.-Doz. Dr.med.univ. Dr.scient.med.
Mitbetreuer*in (intern)
Leithner, Andreas; Univ.-Prof. Dr.med.univ.
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