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Medizinische Universität Graz    

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Dissertation - Detailansicht

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Bibliografische Informationen
 Effekte von HIV und Antiretroviraler Therapie auf das Kardiovaskuläre System von Kindern und Jugendlichen  
 Hintergrund: Antivirale Therapie hat die Lebenserwartung von Personen, die mit HIV leben, deutlich verlängert; dadurch hat sich das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen erhöht. In der „Adolescents and Adults Living with Perinatal HIV (AALPHI)“ Kohorte wurde der Grad der arteriellen Steifigkeit in Jugendlichen mit perinatal erworbener HIV-Infektion im Vergleich zu HIV-negativen Jugendlichen untersucht.



Methoden: Die arterielle Steifigkeit (mittels pulse wave velocity (PWV) mit der Vicorder Software) wurde bei 213 Jugendlichen mit perinataler HIV-Infektion und 65 HIV-negativen Jugendlichen (von denen 42% Geschwister aus der ersten Gruppe waren) im Rahmen dieser Studie erhoben. Die Gefäßlänge wurde gemäß Empfehlungen von jugulär bis zur Mitte der Oberschenkel-Manschette gemessen. Die Durchschnitts-PWV wurde mittels der drei kompatibelsten Messungen (≥3m/s and ≤12m/s) innerhalb von 0,6m/s berechnet. Mittels linearen Regressionsmodellen wurden Prädiktoren von erhöhter (schlechterer) PWV untersucht, welche die a priori Variablen Alter, Geschlecht, HIV-Status und Körpergröße inkludierten. Weiters wurden Ethnie, Geburtsland außerhalb von Großbritannien, Alkohol/Nikotin/Drogen-Konsum, Gewicht, Weight-to-hip-Ratio, mittlerer arterieller Blutdruck (MAP), Koffeinkonsum 2 Stunden vor der PWV-Messung und Nikotinkonsum am Tag der PWV-Messung berücksichtigt. Ein separates Model der Gruppe der Jugendlichen mit perinataler HIV-Infektion beinhaltete CD4+, Viruslast, Dauer der Einnahme von antiretroviraler Therapie sowie die Art der antiretroviralen Therapie.



Ergebnisse: Das mediane Alter [IQR] war jeweils 18 [16,20] und 18 [16,21] Jahre (p=0.48). 128 (60%) der Jugendlichen mit perinataler HIV-Infektion and 45 (69%) der HIV-negativen Jugendlichen waren weiblich (p=0.18). Der Mittelwert der PWV war höher in der Gruppe mit perinataler HIV-Infektion als in der HIV-negativen Gruppe (6.15 (SD 0.83)m/s vs. 5.93(0.70)m/s, p=0.058). In der multivariablen Analyse waren der HIV-Status (adjusted p (ap)=0.020), männliches Geschlecht (ap=0.002), höheres Alter (ap<0.001), höherer MAP (ap<0.001) und Nikotinkonsum am Tag der Messung (ap=0.001) Prädiktoren für höhere PWV-Werte. Jene entsprechen dem PHIV-Modell.



Schlussfolgerung: Im Jugendalter haben junge Menschen mit perinataler HIV-Infektion schlechtere Messwerte für arterielle Steifigkeit als Gleichaltrige ohne HIV-Infektion. Traditionelle Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen (Blutdruck, männliches Geschlecht und Alter) sind mit höheren Werten assoziiert. Das kardiovaskuläre Risiko sollte im Rahmen der Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit perinataler HIV-Infektion regelmäßig erhoben werden.

 
 perinatal; HIV; pulse wave velocity; arterielle Steifigkeit;  
 
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Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Mellin, Jennifer; Dr.med.univ.
Betreuende Einrichtung / Studium
  Lehrstuhl für Physiologie & Pathophysiologie
 UO 790 202 Dr.-Studium der medizin. Wissenschaft; Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Goswami, Nandu; Assoz. Prof. Priv.-Doz. Dr.med. Dr.med.univ. MMedSci PhD.
  Kessler, Harald; Univ.-Prof. Dr.med.univ.