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Medizinische Universität Graz    

Meine Abschlussarbeiten - Publikationen

Diplomarbeit - Detailansicht

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Bibliografische Informationen
 Einfluss der Uricult-Analyse auf den klinischen Verlauf von stationären Patient:innen mit fieberhaftem Harnwegsinfekt  
 Hintergrund: Fieberhafte Harnwegsinfektionen stellen eine häufige Ursache für stationäre Aufnahmen dar und erfordern eine rasche diagnostische und therapeutische Intervention. Point-of-Care-Tests wie Uricult werden zur schnellen mikrobiologischen Diagnostik eingesetzt, ihr klinischer Zusatznutzen im Kontext moderner Labordiagnostik ist jedoch unklar.



Ziel: Ziel dieser Arbeit war es, den Einfluss der zusätzlichen Uricult-Diagnostik auf den klinischen Verlauf stationärer Patient:innen mit fieberhaftem Harnwegsinfekt zu untersuchen sowie mögliche Einflussfaktoren auf das Behandlungsergebnis zu

identifizieren.



Methoden: In einer retrospektiven Analyse wurden insgesamt n = 222 stationär behandelte Patient:innen mit febrilem Harnwegsinfekt eingeschlossen. Klinische Parameter, mikrobiologische Diagnostik, Therapie und Outcome wurden ausgewertet. Der klinische Verlauf wurde primär anhand der Anzahl der Tage bis zur Fieberfreiheit gemessen und wurde in Abhängigkeit von der Durchführung der Uricult-Diagnostik, dem Aufnahmezeitpunkt und geschlechtsspezifischen Faktoren analysiert.



Ergebnisse: Die zusätzliche Durchführung von Uricult zeigte keinen signifikanten Einfluss auf den klinischen Verlauf (p = 0,39). Patient:innen, bei denen eine Uricult-Analyse durchgeführt wurde, erreichten im Mittel nach 1,06 Tagen Fieberfreiheit, in der Gruppe ohne Uricult lag die mittlere Zeit bei 0,96 Tagen. Auch hinsichtlich Intensivaufenthalten (p = 0,47), Laborparameter (p = 0,27-0,99) und Symptomfreiheit bei Entlassung (p = 0,72) ergaben sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen. Patient:innen, die nach 15 Uhr aufgenommen wurden, wiesen hingegen einen signifikant schlechteren Verlauf auf (p = 0,017). Der Aufnahmezeitpunkt erwies sich als stärkerer Prädiktor des Outcomes

als die Diagnostikmethode. Bei weiblichen Patientinnen zeigte sich ein nicht signifikanter Trend zu ungünstigeren Verläufen (p = 0,078).



Schlussfolgerung: Die Ergebnisse legen nahe, dass die Uricult-Diagnostik bei stationären Patient:innen in Kliniken mit verfügbarer automatisierter Labordiagnostik keinen zusätzlichen klinischen Nutzen bietet.  
 Harnwegsinfektion; fieberhafter Harnwegsinfekt; Uricult; Point-of-Care-Test; mikrobiologische Diagnostik; Urindiagnostik; Fieberfreiheit  
 
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 Urologie
Autorinnen*Autoren / Co-Autorinnen*Co-Autoren
  Kurka, Sophia
Betreuende Einrichtung / Studium
  Universitätsklinik für Urologie
 UO 202 Humanmedizin  
Betreuung / Beurteilung
  Leitsmann, Conrad; Univ. FA Priv.-Doz. Dr.med.